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Im Herbst des vorausgegangenen Jahres fanden sich in Oestrich einige musikbegeisterte junge Männer zusammen, um eine Blaskapelle zu gründen. Die Initiative hierzu war von dem ersten Dirigenten, Kapellmeister Nikolaus Steinmetz , ausgegangen. Er war Stabführer der früheren Werkkapelle der Oestricher Firma Koepp & Co. und hatte den einzigen Wunsch, nach deren Auflösung die brachliegenden Instrumente wieder zu verwenden. Er wandte sich an den damaligen Oestricher Pfarrer und Präses der Kolpingfamilie, Geistlicher Rat Paul Humm, und trug ihm den Gedanken der Gründung einer Kapelle vor. Pfarrer Humm stimmte der Idee sofort zu.
Der seinerzeitige Direktor der Firma Koepp, Professor Dr. Hermann Sutter, war nicht nur ein sportbegeisterter Mann, sonder auch ein Musikfan. Er stand dem Vorschlag des Kapellmeisters Nikolaus Steinmetz ebenfalls sehr aufgeschlossen gegenüber. Und so kam es, dass im Jahre 1958 zwischen der Oestricher Firma Koepp und der Pfarrgemeinde St. Martin Oestrich ein Vertrag über die Übergabe der Musikinstrumente geschlossen und somit die Gründung der Kapelle, der Kolpingkapelle, vollzogen wurde. |
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Neben Nikolaus Steinmetz gehörten zu den Mitgründern: Theo Abel, Heinrich Abel, Karl Abel, Karl Mies, Josef Berg, Philipp Dorn, Philipp Kremer, Hans Kremer, Paul Semmler, Heinrich Petry, Gerhard Kunz, Julius Freter, Joachim Eser, Gerhard Pauly, Hubert Berg, Kurt Eser, Gottfried Derstroff, Berthold Kunz und Rudolf Nebel. Nikolaus Steinmetz übernahm die Leitung und hatte mit seinen Mannen innerhalb kürzester Zeit schöne Erfolge vorzuweisen. Bereits in den Jahren 1959 und 1960 konnte die junge Kapelle kirchliche Feiern und Feste mit ihrer Musik verschönern, so beispielsweise auch die Christmette an Weihnachten 1959. |
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Der leidenschaftliche Musiker Nikolaus Steinmetz musste 1960 aus Gesundheits- und Altersgründen zurücktreten. Mit dem neuen Dirigenten Werner Flick kam frischer Schwung in die Kapelle, und es gelang ihr sehr rasch, den Rahmen des musikalischen Repertoires, aber auch der öffentliche Auftritte, ständig zu erweitern. Werner Flick selbst hatte auch die Ausbildung des jugendlichen Nachwuchses übernommen. Bis zum Jahre 1969 war die Kapelle so gereift, dass die in eigener Regie zum zehnjährigen Bestehen ein großartiges in einem Zelt gestalten konnte. Die Geburtstagsfeiern fanden viel Anklang bei den Oestrichern. Von dem Reinerlös konnten die ersten Uniformen angeschafft werden.
Der Erfolg war mit ausschlaggebend dafür, dass die Kolpingkapelle im Jahre 1969 erstmals gebeten wurde, das Oestricher Lenchenfest musikalisch zu gestalten. Ein Jahr später wurde durch den inzwischen in das Saarland übersiedelten Mitgründer, Hubert Berg, eine enge Freundschaft mit dem dortigen Musikverein Landsweiler/Reden geschlossen. Die Verbindung besteht auch heute noch.
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